Nina Röder

Artist Statement/Info
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ARTIST STATEMENT 2016

„Wenn man mich gefragt hätte, was die Existenz sei, hätte ich in gutem Glauben geantwortet, daß das nichts sei, nichts weiter als eine leere Form, die von außen zu den Dingen hinzuträte, ohne etwas an ihrer Natur zu ändern. Und dann, plötzlich: auf einmal war es da, es war klar wie das Licht: die Existenz hatte sich plötzlich enthüllt. Sie hatte ihre Harmlosigkeit einer abstrakten Kategorie verloren: sie war der eigentliche Teil der Dinge, diese Wurzel war in Existenz eingeknetet. Oder vielmehr, die Wurzel, das Gitter des Parks, die Bank, das spärliche Gras des Rasens, das alles war verschwunden; die Vielfalt der Dinge, ihre Individualität waren nur Schein, Firnis. Dieser Firnis war geschmolzen, zurück blieben monströse und wabbelige Massen, ungeordnet – nackt, von einer erschreckenden und obszönen Nacktheit“.

Jean-Paul Sartre, Der Ekel

Antoine Roquentin verliert die Welt, weil sie ihm zu nahe kommt. Er kann sie kaum ertragen, die dicke schwarze Kastanienwurzel, die sich unter seiner Parkbank in die Erde bohrt. Und auch die schwitzenden Gesichter, der Leute, denen er in den Cafés begegnet, erträgt er nicht mehr. Die Dinge der alltäglichen Welt „sind da“, normalerweise. Die Wurzel ist nicht einfach da; durch Roquentins Ekel beginnt sie zu „existieren“ wie „eingeknetet“, diffus aufgelöst in einer sinnlichen Überfülle aus spröder Schwärze, wulstiger Oberfläche und dunklem Geruch.

Ekel ist ein ästhetisches Gefühl, weil Ekel eine Differenz in die Welt aus selbstverständlich gewordenen Wahrnehmungen bringt und eine Ambivalenz schafft, zwischen Angezogen-Werden und Abgestoßen-Sein. Bei Sartre eignet sich der Ekel für sein literarisch-philosophisches Experiment, weil er das Geflecht aus Beziehungen – sinnlichen wie sozialen - enthüllt, in denen Menschen und Dinge nicht einfach miteinander „da sind“, sondern „existieren“.

Zwei tote Tiere liegen reglos zwischen hellen Steinen auf dem Waldboden. Moos überzieht Bäume und Steine mit einem feuchten, grünen Pelz. Ein unscheinbarer Tümpel verschluckt einen marmorweißen Körper. Überhaupt immer wieder Körper, beklebt mit Disteln, Knospen und Samenkapseln. Einer von ihnen hat sich in den schmalen Graben entlang einer Wiese gelegt. Ein anderer krümmt sich elastisch über einem Bachbett aus schwarzen Steinen.

Solche Bilder können schnell zu viel werden, zu viel dunkle Naturromantik, zu viel leicht rätselhafte Poesie des Organischen, zu viel Tiefgründiges und tief Gründelndes. Nina Röders Fotoserien „a little deeper than you thought“ und „I like the green of your shirt“ wollen aber gar nicht so tief gehen, sondern nur „a little deeper“. Es sind fotografische Arbeiten entlang einer minimalen Differenz. Es geht um kleine Verschiebungen und Rahmungen. Im Arrangieren der Objekte und im Komponieren des Bildes liegt die große Stärke von Nina Röders fotografischer Arbeit und dies lässt sich bis zu ihren ersten inszenierten Fotografien zurückverfolgen. Glücklicherweise verlieren sich diese beiden Fotoserien nicht in zu viel Tiefgründigem, sondern überlassen sich den Oberflächen, Formen und Zufälligkeiten und wirken dabei genauso sinnlich und organisch, wie auch formalistisch und konkret.

Natürlich gibt es hier Romantik, aber nie ohne die gekonnte Brechung durch die Performance und das Konzept. Auf jeden Fall geht es hier um Formen des Spürens, aber immer in Verbindung mit einer etwas irren Idee, wie die, dem haarigen Mann ein flauschig trockenes Gewächs auf die Schulter zu kleben oder sich der Silberdistel mit spitzer Zunge zu nähern. Dinge ergeben sich, Bilder bilden sich, formen sich und passen zueinander, scheinbar wie aus eigener Kraft. Da braucht es gar kein tiefes und dunkles Darunter oder Dahinter. Und Fotografien sind ja immer auch genau das, harte rechteckige Rahmen, in denen sich ästhetische Kräfte versammeln – ob schwer zu greifenden Stimmungen oder konzeptuelle Gedanken.

„I like the green of your shirt“ - es braucht nur das Grün, die Qualität, keinen tieferen Sinn, nur ein sattglänzendes Gummibaumblattwerk, in seiner ganzen Schönheit und Schrägheit. Ähnliches passiert auch mit den „Menschen“ oder eigentlich müsste man von „Körpern“ sprechen, die sich ganz sinnlich, menschlich im Wortsinne der Natur anschmiegen und in ihr doch wieder wirken wie Statuen oder Fremdkörper. Ein bisschen fühlt man sich bei Nina Röders Fotografien an die Performances und Installationen des französischen Künstlers Pierre Huyghe erinnert, dessen Kunst auf ähnlich ästhetische Verschiebungen entlang der Differenz von Natur und Kunst zielt.

Antoine Roquentin, der auf seiner Bank im Rausch des ekelhaften Überflusses ganz existenzialistisch den Weltverlust durchlebt, sinnlich bedrängt von einer Kastanienbaumwurzel - diese Szene ist so beeindruckend wie lachhaft. Und genau dieser Kippmoment des Sinns macht auch den Ekel aus – so schrecklich und so schön, dass man lachen muss, genießerisch und erschrocken. Nina Röders Fotografien nutzen diesen instabilen Moment des Sinns und halten den irritierten Blick des Betrachters in Bewegung.

ARTIST STATEMENT 2012

„Leben wir unser Leben oder lebt unser Leben uns? Herkunft, Geschlecht, Erziehung, Bildung – all das sind Festlegungen mit oft unsichtbarem Einfluss auf unsere Existenz. Damit sichtbar wird, was uns bestimmt, brauchen wir Bilder – etwas, das Distanz schafft zwischen uns und dem, was wir sind.“

Für Nina Röder steht dieser erweiterte Bildbegriff im Zentrum ihrer Arbeit, in der sie durch inszenierte Fotografie versucht, die unsichtbaren Strukturen unserer biografischen Geschichten sichtbar zu machen. Dabei verbindet Sie das Theatrale der Bühne mit dem zeitlichen Bildraum der Fotografie. Damit ihre Bilder das Sichtbare zum Sagbaren werden lassen, baut sie neue Szenografien und versetzt durch surreale Raumstimmungen ihre Figuren in eine visuelle Spannung zu den entscheidenden Ereignissen ihres Lebens.

Geboren 1983 in Bayern, studierte Nina Röder Theater und Medien an der Universität Bayreuth und Mediengestaltung mit dem Schwerpunkt Fotografie an der Bauhaus-Universität Weimar, wo sie seit 2012 auch als künstlerische Mitarbeiterin für Fotografie an der Fakultät Medien tätig ist.

Narrative Räume

In ihren „narrativen Bildräumen“ beginnen Raum und Figur miteinander zu erzählen, Inszenierung wird zum Ausdruck für Imagination und visuelle Geschichten. Sie entstehen aus der (Re-) Konstruktion von persönlichen Erinnerungsbildern, wie in Nina Röders Masterarbeit „Theresia“ (2009), die aus Perspektive ihrer im Zweiten Weltkrieg vertriebenen Großmutter von der unheimliche Ambivalenz zwischen heimischer Idylle und verdrängter Vergangenheit erzählt.

In der Arbeit „Prophète“ (2009) geht es darum, die Atmosphäre eines Ortes, die Stimmung der Einsamkeit, wie sie an Marseilles verlassenen Stränden allgegenwärtig ist, durch die performative Interaktion von Raum und Figur greifbar zu machen. Wo innere Bilder der eigenen Geschichte und neue Räume der äußeren Wahrnehmung in Beziehung treten, entsteht in Nina Röders Fotografien eine produktive Form narrativer Bildlichkeit, deren imaginative Kraft die den inkonografischen Realismus der Fotografie übersteigt. Statt Abbilder zu sein, sollen ihre Fotografien den visuellen Raum für eine andere Geschichte eröffnen.

Determinismus

Aus ihrer theoretischen Beschäftigung mit dem Thema „Determinismus“ hat sich für Nina die Frage nach der konstruktiven Kraft des „Bilder machens“ entwickelt und damit hat ihre fotografische Suche danach begonnen, was uns ganz unsichtbar alltäglich bestimmt. Freiheit definiert sich gerade durch Festlegungen, so resümiert Nina Röder die philosophische Position zum Determinismus und kontrastiert in „Determinism is the friend, not the foe“ (2011) die Ungebundenheit der Handlung und Bewegung ihrer Figuren, mit den konkreten und bis ins Detail ausgearbeiteten Raumsitua-tionen. „On being divine“ (2012) führt Nina Röders fotografische Arbeit vom Determinismus zum Fatalismus und der Frage nach der Unumgänglichkeit des Schicksals. Es geht hier um Ausbruchs- nach Ausdrucksmöglichkeiten in der paradoxen Verbindung von göttlicher Vorsehung und menschlichem Handeln.

Inspiriert wurde Nina Röder durch das Drama „La Machine infernale“ des französischen Schriftstellers Jean Cocteau von 1934, der die absurde Dimension der Verwicklung von göttlichem Fatum und menschlicher Existenz unterstreicht.

Das Schicksal als mögliche Festlegung der Freiheit – immer geht es dabei auch um Wesen fotografischer Arbeit selbst: die Ambivalenz zwischen Auswahl und Augenblick, zwischen dem Foto und der Vorstellung, die es übersteigt.

– Nicolas Oxen

/E

ARTIST STATEMENT 2016

„If anyone had asked me what existence was, I would have answered, in good faith, that it was nothing, simply an empty form which was added to external things without changing anything in their nature. And then all of a sudden, there it was, clear as day: existence had suddenly unveiled itself. It had lost the harmless look of an abstract category: it was the very paste of things, this root was kneaded into existence. Or rather the root, the park gates, the bench, the sparse grass, all that had vanished: the diversity of things, their individuality, were only an appearance, a veneer. This veneer had melted, leaving soft, monstrous masses, all in disorder—naked, in a frightful, obscene nakedness.“

Jean-Paul Sartre, Nausea

Antoine Roquentin loses the world because it is too close to him. He can barely bear it, the thick black chestnut root that burrows under the park bench. Also, he is not able to bear the sweating faces of the people he meets in cafes.

These things of the everyday world are normally just there. But the root is not simply there: With Roquentin's disgust, she begins to exist like “kneaded”, diffuse in a sensual overflow of brittle blackness, bulging surface and dark smell.

Disgust is an aesthetic feeling, because disgust brings a difference in the world from self-evident perceptions and creates an ambivalence between being attracted and being pushed off. In Sartre, the disgust is suitable for his literary-philosophical experiment, because he reveals the network of relationships - sensual as well as social - in which people and objects are not simply "there", but "do exist".

Two dead animals are lying rigid between bright stones on the forest floor. Moss covers trees and stones with a damp, green fur. An inconspicuous pond swallows a mamorous body. Everywhere bodies, covered with thistles, buds, and seed capsules. One of them has laid himself in the narrow ditch along a meadow. Another one curves over a stream of black stones.

Such images can quickly become too much, too much dark natural romance, too much enigmatic poetry of the organic, too deep and profound. Nina Röder’s photos series "a little deeper than you thought" and "I like the green of your shirt" do not want to go so deep, but only "a little deeper". These are photographic works along a minimal difference. It is about small shifts and framings. The great strength of Nina Röder's photographic work lies in the arrangement of objects and the composition of the picture, which can be traced back to her first staged photographs.

Fortunately, her series are not lost in too much depth, but are committed to the surfaces, forms and contingencies, and are as sensuous and organic as they are formalistic and concrete. Of course, there is romance, but never without the skilful break through of the performance and the concept. In any case, it is about forms of feeling, but always in connection with somewhat crazy ideas, such as the hairy man with a fluffy dry growth stuck to his shoulder or to approach the silver thistle with pointed tongue. Things arise, images imagine, form themselves and fit together, seemingly as if from their own strength. There is no deep or dark underneath or darkness. And the photographs are always synonymous, hard rectangular frames, in which aesthetic forces gather - neither difficult to grasp moods nor conceptual thoughts.

"I like the green of your shirt" - it needs only the green, the quality, no deeper meaning, only a richly shining gum tree leaf, in its entire beauty and slant. The same thing happens with the "humans" or, in fact, one would have to speak of "bodies", which are nestling to nature quite sensuous, human in the literal sense and yet again act in it like statues or foreign bodies. Nina Röder's photographs are reminiscent of the performances and installations of the French artist Pierre Huyghe, whose art aims at similarly aesthetic shifts along the difference between nature and art.

Antoine Roquentin, who experiences the world loss quite existentially on his bench in the intoxication of the disgusting abundance, sensitively impelled by a chestnut tree root - this scene is as impressive as laughable. And just like this ambivalent moment of meaning also causes disgust - so terrible and so beautiful, that one must laugh, enjoyably and frightened. Nina Röder's photographs take advantage of this unstable moment of meaning and keep the irritated glance of the viewer in motion.

ARTIST STATEMENT 2012

“Ancestry, gender, education, religion – all are factors with an invisible influence on our existence. To make such factors visible, we need images to expose what determines our fate and creates a distance between ourselves and our personae.”

The focus of Nina Röder’s photographs lies within exposing hidden structures of biographical stories. In her work she combines aspects of the theatre and stage with the timebased image space of photography. The surreal atmosphere of Röder’s constructed scenographies convey the tension of her figure’s biographical experiences.

Nina Röder was born in 1983 and studied Theatre and Media at the University of Bayreuth, and Media Art and Design with the focus on photography at the Bauhaus-University in Weimar. She has subsequently worked at Bauhaus-University since 2012 as an academic assistant for photography.

Narrative spaces

In Röder‘s “narrative image spaces” figure and space interact with one another – her staging becomes an expression of imagination and visual stories. In her final work of her master studies, “Theresia” she (re-)constructs private images of memories between idyllic familiarity and the displaced past of her grandmother, who was expelled from Bohemia after World War II.

In “Prophète”, Röder manifests the atmosphere of loneliness at Marseille’s abandoned beaches with a performative interaction between the space and the body. The relation between internal images of personal history and new spaces of an external perception is the background for Röder’s photographs, where the imaginative power exceeds the iconographic realism of photography. Instead of being copies or documentations of reality, her photographs open visual spaces for fictive stories.

Determinism

Out of her theoretical engagement with the philosophical topic of Determinism, Nina Röder developed her photographic research around the invisible circumstances which define our everyday life. In “Determinism is the friend not the foe”, she illustrates that freedom is defined by determinism, and juxtaposes the movements of a body with the precisely constructed narratives contained within a cube.

“On being divine” leads her work from determinism to fatalism and the question after the inevitability of fate. It proposes possibilities of how to escape and to express the paradoxical combination of divine predestination and human action. This work is based on the play “La Machine infernale” of the french poet Jean Cocteau, who points out the absurd dimension of complexity between divine fate and human existence. It addresses fate as a possible determination of freedom, and is about the essence of photography itself: the ambivalence of choice and moment, between the image and the viewer’s imagination.

– Nicolas Oxen

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„If anyone had asked me what existence was, I would have answered, in good faith, that it was nothing, simply an empty form which was added to external things without changing anything in their nature. And then all of a sudden, there it was, clear as day: existence had suddenly unveiled itself. It had lost the harmless look of an abstract category: it was the very paste of things, this root was kneaded into existence. Or rather the root, the park gates, the bench, the sparse grass, all that had vanished: the diversity of things, their individuality, were only an appearance, a veneer. This veneer had melted, leaving soft, monstrous masses, all in disorder—naked, in a frightful, obscene nakedness.“

Jean-Paul Sartre, Nausea

Antoine Roquentin loses the world because it is too close to him. He can barely bear it, the thick black chestnut root that burrows under the park bench. Also, he is not able to bear the sweating faces of the people he meets in cafes.

These things of the everyday world are normally just there. But the root is not simply there: With Roquentin's disgust, she begins to exist like “kneaded”, diffuse in a sensual overflow of brittle blackness, bulging surface and dark smell.

Disgust is an aesthetic feeling, because disgust brings a difference in the world from self-evident perceptions and creates an ambivalence between being attracted and being pushed off. In Sartre, the disgust is suitable for his literary-philosophical experiment, because he reveals the network of relationships - sensual as well as social - in which people and objects are not simply "there", but "do exist".

Two dead animals are lying rigid between bright stones on the forest floor. Moss covers trees and stones with a damp, green fur. An inconspicuous pond swallows a mamorous body. Everywhere bodies, covered with thistles, buds, and seed capsules. One of them has laid himself in the narrow ditch along a meadow. Another one curves over a stream of black stones.

Such images can quickly become too much, too much dark natural romance, too much enigmatic poetry of the organic, too deep and profound. Nina Röder’s photos series "a little deeper than you thought" and "I like the green of your shirt" do not want to go so deep, but only "a little deeper". These are photographic works along a minimal difference. It is about small shifts and framings. The great strength of Nina Röder's photographic work lies in the arrangement of objects and the composition of the picture, which can be traced back to her first staged photographs.

Fortunately, her series are not lost in too much depth, but are committed to the surfaces, forms and contingencies, and are as sensuous and organic as they are formalistic and concrete. Of course, there is romance, but never without the skilful break through of the performance and the concept. In any case, it is about forms of feeling, but always in connection with somewhat crazy ideas, such as the hairy man with a fluffy dry growth stuck to his shoulder or to approach the silver thistle with pointed tongue. Things arise, images imagine, form themselves and fit together, seemingly as if from their own strength. There is no deep or dark underneath or darkness. And the photographs are always synonymous, hard rectangular frames, in which aesthetic forces gather - neither difficult to grasp moods nor conceptual thoughts.

"I like the green of your shirt" - it needs only the green, the quality, no deeper meaning, only a richly shining gum tree leaf, in its entire beauty and slant. The same thing happens with the "humans" or, in fact, one would have to speak of "bodies", which are nestling to nature quite sensuous, human in the literal sense and yet again act in it like statues or foreign bodies. Nina Röder's photographs are reminiscent of the performances and installations of the French artist Pierre Huyghe, whose art aims at similarly aesthetic shifts along the difference between nature and art.

Antoine Roquentin, who experiences the world loss quite existentially on his bench in the intoxication of the disgusting abundance, sensitively impelled by a chestnut tree root - this scene is as impressive as laughable. And just like this ambivalent moment of meaning also causes disgust - so terrible and so beautiful, that one must laugh, enjoyably and frightened. Nina Röder's photographs take advantage of this unstable moment of meaning and keep the irritated glance of the viewer in motion.

ARTIST STATEMENT 2012

“Ancestry, gender, education, religion – all are factors with an invisible influence on our existence. To make such factors visible, we need images to expose what determines our fate and creates a distance between ourselves and our personae.”

The focus of Nina Röder’s photographs lies within exposing hidden structures of biographical stories. In her work she combines aspects of the theatre and stage with the timebased image space of photography. The surreal atmosphere of Röder’s constructed scenographies convey the tension of her figure’s biographical experiences.

Nina Röder was born in 1983 and studied Theatre and Media at the University of Bayreuth, and Media Art and Design with the focus on photography at the Bauhaus-University in Weimar. She has subsequently worked at Bauhaus-University since 2012 as an academic assistant for photography.

Narrative spaces

In Röder‘s “narrative image spaces” figure and space interact with one another – her staging becomes an expression of imagination and visual stories. In her final work of her master studies, “Theresia” she (re-)constructs private images of memories between idyllic familiarity and the displaced past of her grandmother, who was expelled from Bohemia after World War II.

In “Prophète”, Röder manifests the atmosphere of loneliness at Marseille’s abandoned beaches with a performative interaction between the space and the body. The relation between internal images of personal history and new spaces of an external perception is the background for Röder’s photographs, where the imaginative power exceeds the iconographic realism of photography. Instead of being copies or documentations of reality, her photographs open visual spaces for fictive stories.

Determinism

Out of her theoretical engagement with the philosophical topic of Determinism, Nina Röder developed her photographic research around the invisible circumstances which define our everyday life. In “Determinism is the friend not the foe”, she illustrates that freedom is defined by determinism, and juxtaposes the movements of a body with the precisely constructed narratives contained within a cube.

“On being divine” leads her work from determinism to fatalism and the question after the inevitability of fate. It proposes possibilities of how to escape and to express the paradoxical combination of divine predestination and human action. This work is based on the play “La Machine infernale” of the french poet Jean Cocteau, who points out the absurd dimension of complexity between divine fate and human existence. It addresses fate as a possible determination of freedom, and is about the essence of photography itself: the ambivalence of choice and moment, between the image and the viewer’s imagination.

– Nicolas Oxen